Editorial Heft 32
Liebe Mitglieder, liebe Freunde, liebe Leser,
wie schnell die Zeit vergeht, merkt man immer erst dann, wenn Menschen von uns gehen. Und besonders deutlich wird dies, wenn diese Menschen eine große Lücke an einer Sache hinterlassen, an der wir alle arbeiten. Einer der ganz großen Männer der Paläo-SETI-Forschung ist tot und wie es Hans-Werner Sachmann so treffend im Nachruf auf Seite 18 dieses Heftes schreibt, wird unsere Arbeit durch den allzu frühen Tod von Dr. Johannes Fiebag um einiges zurückgeworfen.
Uns alle berührt sein Tod, aber Dr. Johannes Fiebag hätte sicherlich nicht gewollt, daß wir jetzt unseren Kopf in den Sand stecken und in unserer Trauer in hemmende Stagnation verfallen. Wir müssen nun versuchen, auch wenn uns dies kaum in voller Gänze gelingen wird, diese große Lücke in den Reihen der Paläo-SETI-Forschung zu schließen. Und der erste Schritt scheint getan zu sein, denn mit Peter Fiebag übernimmt offenbar ein Mann die Chefredaktion von SAGENHAFTE ZEITEN, des offiziellen Mitteilungsblattes der A.A.S., der ebenso kompetent ist wie sein verstorbener Bruder. Auch er hat sich, neben jenen Büchern, die er zusammen mit seinem Bruder als Co-Autor verfaßt hat, natürlich auch mit eigenen Schriften in der Paläo-SETI-Forschung einen guten und vor allem nicht mehr wegzudenkenden Namen gemacht.
Die Zukunft wird nun zeigen, ob wir den Verlust, den unsere Sache durch den Tod von Dr. Johannes Fiebag ohne jeden Zweifel erlitten hat, kompensieren können. Und die Zukunft wird auch zeigen, ob wir uns – zumindest einige von uns - seiner würdig erweisen und in seine Fußstapfen treten können.
In dieser Ausgabe der
Mitteilungen der Giordano Bruno Gesellschaft, die wir Dr. Johannes Fiebag widmen, schreibt Wolfgang Siebenhaar über den Fall Tatunaca Nara. Nicolas Benzin befaßt sich ausführlich mit der These Erich von Dänikens und stellt auch diesmal mit Lars A. Fischinger einen wichtigen Vertreter der Paläo-SETI-Hypothese vor. Dr. Horst Friedrich beschäftigt sich unter dem Titel "Wissenschaft, Euronarzißmus und Personenkult" mit einer wissenschaftlichen Strömung, die er recht treffend als Neo-Scholastik charakterisiert und Dieter Vogl geht der Frage nach, ob das Sein durch Evolution, Schöpfung oder Würfelspiel entstand.
Wir von der Redaktion können wieder einmal nur hoffen, daß Ihnen die kleine Auswahl von Themen gefallen und Sie eine recht gut Zeit mit der Lektüre unseres Blattes haben.
Herzlichst, Ihre Redaktion