"Darwins Irrtum" beeinflußt unser Weltbild
von Heinz Günther Birk
Nun kommt es nicht allzu häufig vor, daß neue Erkenntnisse auch zugleich zu heftigen Diskussionen und erbitterten Disputen führen. In Zeiten schnellen und steten Wandels gewöhnt man sich irgendwie an umwälzende neue Theorien. Man kehrt meist recht bald zur gewohnten Tagesordnung zurück. Doch ab und an führen verblüffende Theorien, vor allem wenn sie mit stichhaltigen Indizien präsentiert werden, zu nimmermüden Debatten.
Zu einem regelrechten Dauerbrenner, dessen Fernwirkungen für unser Weltbild noch gar nicht absehbar sind, gehört das Buch "Darwins Irrtum" des Solingers Dr. Hans Joachim Zillmer [1]. Die Bandbreite der Diskussion beschrieb die Überschrift eines Artikels im "Kölner Express", zu einer Rezension dieses Buches vom April 1999: "Genial oder verrückt?"
Nun hat sich mittlerweile die Situation nach dem Erscheinen dieses Buches im September 1998 durch neuste Entdeckungen fundamental geändert. Waren die ersten Reaktionen, beinahe passend zu zitierter Artikelüberschrift, von hochbrisant über interessant bis zu völlig unsinnig, beweist die Entdeckung eines riesigen Kraters in der norwegischen Barentsee Zillmers Darstellung hieb- und stichfest. Darüber hinaus erkennt man weitergehende, weit brisantere Fragestellungen.
Im Zuge der Suche nach Erdöl und Erdgasvorkommen entdeckten norwegische Geologen auf dem Meeresgrund einen riesigen Einschlagkrater mit dem respektablen Durchmesser von 20 Kilometer [2]. Ein solcher Krater müsse von einem Himmelskörper von mindestens zwei Kilometer Durchmesser verursacht worden sein, so die erstaunten Experten. Unvorstellbare Katastrophen müßten unmittelbar nach dem Einschlag dieses kosmischen Boliden den Erdball heimgesucht haben. Von haus- und turmhohen Wellen, kurzzeitigen Erhitzungen der Erdoberfläche von ca. 10000 Grad Celsius ist in dieser Meldung aus Norwegen die Rede. Das Wichtigste, auch im Hinblick der Zillmer-Thesen, wonach Menschen und Saurier ein und dem gleichen Desaster zum Opfer fielen, ist der letzte Satz dieser Meldung aus Norwegen. Man rätselt nun, wie das Leben auf der Erde ein solches Weltuntergangsszenario überstehen konnte. Dieser vor der norwegischen Küste gefundene Riesenkrater wirft natürlich ein ganzes Bündel von Fragen auf. Zwar wird er in Norwegen auf ein Alter von 150 Millionen Jahren geschätzt, doch die unterstellten Szenarien nach einem derartigen Einschlag, erinnern in vielen Facetten an Berichte in allen möglichen Überlieferungen der Völker. Hier sei als Beispiel die Sintflutsage angeführt. Ausgehend von einer die Erdoberfläche versengende Hitzewelle von 10000 Grad Celsius, müßten die Wassermassen Weltmeere in kürzester Zeit regelrecht verdampfen. Nach der irgendwann erfolgenden Abkühlung mußten diese Wassermassen, tatsächlich wie auch im Alten Testament geschildert, "sintflutartig" herabstürzen.
Da es unwahrscheinlich ist, daß irgendwer solch ein Ereignis aus 150 Millionen Jahren Vergangenheit überliefert hat, liegt der Verdacht nahe, daß sich ein solch furchtbares Ereignis im Lauf der Erdgeschichte mehrmals wiederholt haben mag. Wie entstand dann jeweils das Leben wieder neu? Mit der Evolution à la Darwin wäre hier rein gar nichts zu erklären. Doch wenn die Überlieferungen der Alten ein solches Sintflutszenario korrekt erklären, warum nicht auch die Erschaffung der Menschen durch die Götter? Der amerikanische Anthropologe und ehedem "gläubige" Anhänger des Charles Darwin, Prof. Arthur David Horn [3], sieht nicht nur die künstliche Erschaffung durch die Götter als erwiesen an, sondern er geht noch ein großes Stück weiter. So würde die Sintflutgeschichte der biblischen Genesis nicht, wie es unter anderem auch der Orientalist Zecharia Sitchin beschreibt, die sumerische Schöpfungsgeschichte nacherzählen, sondern einen zweiten Schöpfungsakt überliefern. Dies führt natürlich sowohl zu interessanten, als auch zu beinahe erschreckenden Überlegungen.
Wenn die heutige Menschheit mit ihrer "Kinderschuraumfahrt" in der Lage ist, auf einem Kometenkern zu landen, so könnte eine fortgeschrittenere Intelligenz in der Lage sein, solch einen Himmelskörper aus dessen vorbestimmter Bahn abzulenken, um die Schöpfung nach einem Einschlag neu zu beginnen. –Die Überlieferungen der amerikanischen Hopi-Indianer[4], wie sie z. B. der ehemalige NASA-Chefingineur Joseph F. Blumrich schildert, sprechen von mehreren, jeweils geschaffenen und wieder vernichteten, Welten.
"Den Göttern ist nichts unmöglich" (Herodot)
Quellen und Anmerkungen:
1 Langen Müller, München 1998
2 Internet: HTTP://www.Zillmer.com
3 "Götter gaben uns die Gene", Güllesheim 1997
4 "Kasskara und die sieben Welten", München 1985